Praxis Sabine Fastabend Praxis für Physiotherapie
  • Sabine Fastabend - PraxisinhaberinPraxis für Physiotherapie & Gesundheitsförderung
Sabine Fastabend - Praxisinhaberin1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13 14 15 16 17
             
   
Salz kann schaden
15 Millionen Menschen leiden an Bluthochdruck
 
Informationsveranstaltung im Medicus-Wesken-Gesundheitszentrum in Lingen
Im Bild von Links: Dr. Martin Kruse, Barbara Niemann,
Waltraud Hofschröer-Kruse und Sabine Fastabend
 

Lingen. Nach vorsichtigen Schätzungen leiden in Deutschland rund 15 Millionen Menschen an Bluthochdruck, das Krankheitsbild ist bei 11 Millionen bekannt, aber nur 5 Millionen erfahren eine richtige Behandlung. Alarmierende Zahlen, die der Kardiologe Dr. Martin Kruse anlässlich einer Informationsveranstaltung im Medicus-Wesken-Gesundheitszentrum in Lingen den Zuhörern nannte. Gerade rechtzeitig zum Welthypertonietag – dem Tag des Bluthochdrucks also- war es offensichtlich dringend geboten, über die möglichen dramatischen Folgen des Krankheitsbildes aufzuklären. Das Thema: „Versalzen Sie sich nicht Ihre Gesundheit“ hatte Dr. Kruse bewogen, weitere Erkenntnisse von zwei Physiotherapeutinnen sowie einer Ökotrophologin  kundtun zu lassen.

Bluthochdruck kann verschiedene Ursachen haben, meistens spielen jedoch erhebliche Anlagen als auch äußere Risikofaktoren wie übergewicht, Alkoholkonsum und das Rauchen eine Rolle. Die Folgen sind mitunter fatal und reichen vom Herzinfarkt über Herzmuskelschwäche, Hirnblutung mit Schlaganfall bis hin zur Nierenschrumpfung und Durchblutungsstörungen in den Beinen. Und noch etwas sollte schon bedacht werden: die Lebenserwartung eines Hypertonikers kann rapide abnehmen und liegt bei einem dauerhaften Druckwert von 150/100 mmHg bei minus 40 Prozent! Blutdruck ist zudem keine Alterskrankheit, er kann sich bereits in jungen Jahren manifestieren. Jeder verantwortungsbewusste Mensch kann allerdings gegensteuern und den Krankheitsprozess zumindest abbremsen. Dazu empfiehlt die Physiotherapeutin Sabine Fastabend den Ausdauersport, für dessen Beginn es nie zu spät sei. Ihr Präventionsprogramm für Erwachsene und Kinder zielt darauf ab, den Lebensstil zu ändern und viel Bewegung in der Natur anzustreben. Ihr Hinweis, dass sich zwischen dem 30. und 70. Lebensjahr Muskeln um gut 30 Prozent zurückbilden, wenn sie nicht beansprucht werden, sollte nachdenklich machen. Physiotherapeutin Barbara Niemann wies darauf hin, dass eine Kombination von Ausdauertraining und medizinischen Krafttraining ein erfolgreicher Therapieansatz für Patienten mit Bluthochdruck sei. Bewegung und Muskelbetätigung können unter anderem das Übergewicht abbauen helfen. Pro abtrainiertes Kilogramm Körpergewicht könne von einem Absinken des Blutdrucks um 1,5 mmHg ausgegangen werden, so Frau Niemann. Mit zunehmendem Alter wäre zudem die Erhöhung des Anteils „Krafttraining“ sinnvoll.

Ernährungsempfehlungen kamen schließlich von der Ökotrophologin Waltraud Hofschröer-Kruse ins Gespräch. Es ist nach ihren Ausführungen schon geboten, sich für die vorsichtige Anwendung von Speisesalz zu interessieren, weil gerade dieses auch für den Körper notwendige Würzmittel nur in begrenzten Dosierungen hilfreich sei, anderenfalls ganz erheblich den Bluthochdruck verursachen kann. Als Fazit der Veranstaltung standen folgende Empfehlungen fest: Zur Blutdrucksenkung sollte das Normalgewicht erreicht, die Kochsalzaufnahme auf unter 6g/Tag beschränkt, der Alkoholkonsum eingeschränkt, die Ballaststoffzufuhr erhöht, die Kaliumzufuhr (Obst, Gemüse, Kartoffeln) gesteigert sowie der regelmäßige Verzehr von Seefisch (1 bis 2 mal/Woche) angestrebt werden. Zur Bekämpfung weiterer Risikofaktoren für Herz-Kreislauf-Erkrankungen sollte der Cholesterinkonsum auf unter 300 mg/Tag gesenkt , die Gesamtfettzufuhr unter 70 bis 80 g/Tag reduziert, hochwertige Pflanzenfette mit reichlich einfach oder mehrfach ungesättigten Fettsäure bevorzugt, die Streichfettzufuhr unter 40 g/Tag gehalten und die Einnahme von Fleischmahlzeiten auf 1 bis 2 mal pro Woche beschränkt bleiben.

Wer also seinen Lebensstil zu ändern in der Lage ist, wird sehr bald Erfolge am eigenen Leib erfahren, weil sich Alltagmotorik verbessert, die  Sauerstoffversorgung des Gehirns optimiert und der Stoffwechsel positiv verändert und damit eine Gewichtreduzierung in Gang setzt, so die gemeinsame Schlussaussage.

 
Zurück zur Übersicht
   
     
Gesundheitsmanagement am Arbeitsplatz